Sonntag, 1. Oktober 2017

Fräse in Arbeit: "Barracuda:Scorpio"

In letzter Zeit habe ich an einer heavy duty CNC Fräse gearbeitet. Für diese Fräse ist auch ein Bauplan geplant. Der Name? Barracuda=zerfleischt und Scorpio=Wg. den Energieketten die an einen Scorpion erinnern.

Warum habe ich noch eine Fräse konstruiert? 

Die Mineralguss- oder eine Betonkonstruktion ist sehr zeitaufwändig und nachträgliche Änderungen sind dann kaum noch möglich. Es sollte eine sehr schnell montierbare und anpassbare starke und stabile Fräse konstruiert werden. Die aktuellen Fräsen die es auf dem Markt gibt erfüllen meine mittlerweile hohen Anforderungen einfach nicht.

Was sind die Besonderheiten?

  • Sehr stabile Ausführung
  • 2x30er Profilschienenführungen als Y-Achse mit großzügigen 300 mm Wagenabstand zw. den Aussenkanten. Somit wäre auch ein einziger zentrischer Kugelgewindetrieb möglich.
  • 1x30er und 1x20er als X-Achse 
  • 2x30er als Z-Achse, direkt an Z-Rückplatte für erhöhte Steifigkeit. Nicht an der Kreuzplatte befestigte Lin.-Führungen!
  • Topologisch optimierte Z-Achsen Wangen
  • Doppelte Spindelhalterung mit Durchlässen für Optionen wie LED Ring, Laser, Kamera oder Minimalschmierung 
  • 3kW Frässpindelaufnahme mit D100mm, klemmbar
  • 20 mm starke Portalwangen mit je 2x10mm Versteifungen an einer topologisch sinnvollen und optimalen Lage
  • Mechanisch schnell abkoppelbare Z-Achse als Modul
  • Stets gute Zugänglichkeit an die Schmiernippel
  • Induktionssensoren werden Koplanar angefahren (Es wird nicht direkt drauf zugefahren)
  • Alle Antriebe werden über Riementriebe übertragen (Vorteile-LINK)
  • Riementriebe an Y-Achse mit Abdeckung zur Sicherheit gegen Einziehen oder Quetschen durch den Riemen
  • Kühlungsbaugruppen befinden sich beweglich auf der Kreuzplatte. Dazu zählen Radiator, Lüfter und Pumpe mit Reservoir. Hiermit wird die unnötige Bewegung der Kühlmittelschläuche in den Energieketten sehr stark minimiert und erhöht somit die Sicherheit gegen eine Leckage. Auch die Kühlmittelmenge wird reduziert.
  • 2x Stromverteiler verbaut worden. Einer auf der Traverse und einer auf der Kreuzplatte.
  • Bewegung der Induktionssensoren wird minimiert, da diese jeweils auf dem festen Teil der Beweglichen Achse montiert werden.
  • Verwendung von nur 2. Energieketten, da die X-Energiekette über einen an der Z-Achse angebrachten Schlepper bewegt wird und die X- sowie auch Z-Achsen bewegungen mitmacht. So wie bei der Betonia.
  • Nicht herausragende und störende Schrittmotoren!
Alle Teile sind zum Lasern ausgelegt. Zeichnungen einfach zum lasern geben, Zusammenschrauben, Ausrichten, fertig.....naja so einfach läufts doch bei uns nie :-) 



Abkoppelbare Z-Achse

1 Kommentar:

  1. Prima, dann hast du ja einiges von meiner Betonfräse übernommen.... :-)
    Aber deine Z-Achse an so dünne Platten zu nageln :_(

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